I'm an alien in Japan

Meine kuriosen, lustigen, interessanten und auch langweiligen Erlebnisse in und um Tokyo/Japan kommen hier zur Sprache.

Sonntag, 7. Februar 2010

Winterferien - Kaiserpalast, Kusatsu-Onsen und Nikko

Am 23. 12. hat der Kaiser Geburtstag. Das ist einer der beiden Tage im Jahr, an dem man den Kaiserpalast nicht nur von Außen, sondern auch "von innen" sehen kann. Allerding auch nur einen kleinen Teil. Man kommt hinter die Mauern und sieht einen großen Platz und ein Haus, was wohl aus den 70er Jahren kommt mit einem ...Wintergarten? Naja, so kann man es am besten beschreiben. Ich denke, das ist das Haus, an dem sich der Kaiser generell dem Volk zeigt.


Dreimal am Tag zeigt sich der Kaiser mit seinen Söhnen und deren Frauen und hält eine kurze Rede. Die Japaner und Touristen pilgern dann zum Palast und werden erstmal gecheckt, ob sie Waffen in den Taschen haben (ein Blick genügt - wir sind hier in Japan) und zum Thema Flaschen wird einem gesagt: "Bitte nicht werfen!". Nein, so ein Mist aber auch, jetzt kann ich meinen Molotow-Cocktail nicht werfen, die Frau am Eingang hats verboten...
Und danach ein Body-Check. Dann dürfen wir rein.

Dann standen wir davor und warteten darauf, dass der Kaiser herauskam. Kam er auch bald. Wirkte sehr sympathisch, aber ältere Japaner sind mir irgendwie sowieso lieber, irgendwie ^^;
Als er sich zeigte, haben wir alle mit den Fahnen, die man uns an dem Eingang in die Hand gedrückt hatte, gewedelt udn gejubelt.


Jacqueline, Annika, ^_^ und Mariko nach dem getanen Besuch plus Fähnchen :D Hab sie immer noch.


Danach gingen wir ein bisschen die Gegend erkunden, denn wir hatten Hunger. So viel gabs allerdings nicht zu entdecken. Deswegen sind wir ins nächste Einkaufszentrum und Annika und ich umarmten erstmal den Baum. Treehugger. Dabei sind die 70er schon längst vorbei.

Am nächsten Tag war dann Weihnachten.


Und ich bekam im Laufe des Vormittags eine SMS von Annika mit dem Inhalt: Hab was für uns.
Dann klopfte sie an der Tür mit einem total tollen Weihnachtskuchen *__* Wirklich, Zucker pur, aber himmlisch! So wurde unser sonst ein wenig einsames Weihnachten richtig heimisch :D

Vom 25. bis zum 30. fuhren wir in den Urlaub. Als erstes ging es mit dem Highway Bus von Shinjuku nach Kusatsu Onsen, ganz früh morgens (7 Uhr) gings los, sodass wir um halb 6 aufbrachen. Schrecklich früh! Kaum geschlafen die Nacht.
Hongo-san, unser Hausmeister, putze Fenster und wunderte sich wohl, seit wann die Wohnheimsbewohner so früh rausgehen, wo sie doch normalerweise dann erst nach Hause kommen. Und wir wunderten uns, wie man so früh am Morgen Fenster putzen kann. Naja.
Im Bus schlief ich erstmal komatös und wurde einmal von Annika wach gemacht, als sie den ersten Schnee sah und sich total freute (Endlich Winter!!). Meine Antwort bestannt aus etwas unverständlich gebrummten (wahrscheinlich "schön für dich") und ich drehte mich um und verpennte somit den ersten Schnee in Japan.

Doch als wir in Kusatsu ankamen, hatten wir genug davon.


Das war unsere Sicht aus dem Fenster unseres Ryokans, das von einem japanischen Ehepaar ca mitte 50 gefüht wurde. Die beiden waren super nett und begeistert, dass wir Japanisch sprachen. So begeistert, dass wir uns eine Weile mit ihnen unterhalten konnten und als sie uns die Funktionen des Ryokans erklärte (Klo, Zähneputzen, Onsen, etc), konnten wir jedes Wort verstehen. Super! :D



Müde wie wir waren, erkundeten wir dann erstmal den Ort. Wundersamerweise gab es viele Fachwerkhäuser. Man fühlte sich gleich wie Zuhause. Dass es dort kälter ist, merkte man gleich. Die Häuser waren nicht ganz so zugig, die Fenster hatten tatsächlich Doppelverglasung (aber immer noch alles Schiebetüren und -fenster...).


Im Dorfkern befand sich das Yubatake, wo das schwefelhaltige, aber total gesunde Onsenwasser verteilt wird. Es stank zum Himmel, aber das Yubatake war schön anzusehen. Dennoch, der Geruch von faulen Eiern war von nun an unser ständiger Begleiter. Man glaubt aber nicht, wie schnell man sich daran gewöhnen kann. Schwanger will ich da jedoch trotzdem nicht hin.


Es lag überall Schnee und wir schlitterten aufgrund des ungewohnten Bodens gut. Unser erster Besuch war natürlich ein Tempel. Oder ein Schrein? Noch ungewiss, auf dem Bild oben links


Es war schön, das alles, was man sonst jeden Tag in Tokyo sieht, mal mit Schnee bedeckt zu sehen. Hier sieht man die gezogenen Zettel, die einem Pech für das kommende Jahr versprechen. Teilweise aber auch Glück. Denn für Pech gilt, falten und aufhängen und man kann es umkehren. Glück kann man wohl auch verstärken. So ganz steig ich da nicht durch, scheint aber auch für jeden Schrein anders zu sein.



Die Gkocke zum Götter wachklingeln darf natürlich nicht fehlen. Dann darf man seine Wünsche äußern und kann davon ausgehen, dass ein eben aus dem Bett gefallener Gott ein offenes Ohr für einen hat. Was ist, wenn er grade Fußball schaut und die Glocke nicht hört? Naja, sicher kann man nie sein.

Die nächsten Bilder sind ein Einblick in Kusatsu bei Nacht.


Hier ein Schrein (wegen den Toren), sieht gruselig aus, war aber niedlich und schnuffelig. Oben konnte man super im Schnee waten.


Und nochmal Yubatake bei Nacht. Das war natürlich alles super schön anzusehen. Trotzdem stank es.


Annika und ich besuchten auch ein Tropenhaus. Wir hofften, im Onsen badende Äffchen zu sehen, doch die hatten nichts besseres zu tun, als sich zu lausen...


...oder sich ihren Popo auf der Wasserleitung zu wärmen. Rein wollte keines, dabei haben sie schon den Luxus!!


Im Tropenhaus wurden wir an der Kasse von einem kleinen Genossen wie der da oben auf dem Bild begrüßt. Als wir seine Freunde im Tropenhaus dann in einem größeren Käfig sahen, gabs für uns kein Halten mehr. Keine Absperrung da, also konnte man Finger reinhalten. Wie man sieht, erfreuten sich unsere Zeigegeräte großer Beliebtheit. Mal was anderes in diesem ganzen Einerlei des Tages. Leider konnten sie den Finger nicht hineinziehen, da noch ein Mensch dranhing. Das gab ein Trara...


Und dieser kuschelige Zeitgenosse lies sich gerne kraulen und drückte sich richtig an die Gitterstäbe, zog sich lang udn schleckte ab und an über die Finger. knuffig, so einen will ich haben!


Auf dem Weg zum Freilicht-Onsen (also, draußen) sind wir auch auf dieses Teufels-Quellen-Feld vorbei gekommen. Waren dann noch öfter da, denn irgendwie schien jeder Weg an dem Yubatake und eben hier dran vorbeizuführen. Aber kein Problem, es sah immer wieder schön aus und das Wasser war warm. Ürbigens, hier gab es auch auf der linken Seite eine kleine Erinnerungsstätte, denn Kusatsu und Deutschland sind "Freunde". Früher sind viele Deutsche (Ärzte, glaub ich) nach Kusatsu gekommen. Sicher wegen den ominösen heißen Quellen.


An einem Tag gab es Abends das Lichterfest. Nachdem Annika und ich uns also im Freilichtonsen geräkelt hatten und mächtig angestarrt wurden ("OMG!! Ausländer!!!), sind wir also auf dem Rückweg an gaaaanz vielen Lichtern vorbeigeschlendert.


Eigentlich war es nicht so grün dort, aber das Licht färbte jedes Bild...
Auf dem Weg zum Freilichtonsen haben die Männer noch fleißig die Lichter aufgebaut, um 5 war es so dunkel und wir konnten schöne Muster sehen.


Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Ski fahren, aber das war zu teuer. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, zum Ski-Resort zu pilgern. Und natürlich waren uns die üblichen Wanderwege offensichtlich zu langweilig und wir wateten durch Knietiefen Schnee und überquerten einen See. Letztendlich war am Ski Resort nicht viel mehr als eben... Skifahren möglich. Wir aßen in einer Mensa oder sowas ähnlichem Curry und sind wieder zurück - dann aber Wanderwege, denn Schneeengel und Co. haben wir schon gemacht.

Vom 28. bis 30. waren wir dann in Nikko.


Hier sieht man unsere Park Lodge. 20 Minuten bis Nikko zu Fuß, da kein Bus, dafür aber geführt von Zen-Mönchen. Das war auch ein Erlebnis!


Wir haben uns natürlich in dieser Stadt so richtig schön verlaufen, aber macht nichts, gesehen haben wir ja einiges. Diese Brücke zum Beispiel dürfen nur Kaiser und hohe Generäle betreten, für die Öffentlichkeit ist sie gesperrt. Deswegen dürfen wir dann mitten auf der Straße dran vorbei laufen, natürlich ohne Fußweg.


Die Tempel und Schreine, die wir ursprünglich sehen wollten, haben wir ja nicht gefunden. Also machten wir uns auf dem Weg, die Jizo-Statuen zu finden. Hat auch super geklppt. Unterwegs haben wir noch eine Italienerin getroffen (die ein wenig Deutsch konnte) und sind dann gemeinsam weiter. Eine von ihnen grinst, die andren schaun ernst. Der Grinsende macht sich über die Reisenden lustig, der versucht, alle Statuen zu zählen, denn angeblich soll, wenn man auf dem Hinweg alle zählt und dann nochmal vom Rückweg alle zählt, eine unterschiedliche Anzahl herauskommen.


Dort gab es dann auch noch einen Mönchsfiredhof, den ich unbedingt sehen wollte. Da er nicht auf der Karte eingezeichnet war und wir nur eine grobe Wegbeschreibung hatten, suchten wir erstmal abenteuerlich. Aber wir fanden ihn, nachdem wir natürlich dran vorbei gelaufen sind (aber die Beschreibugn "Da sind dann Treppen, da müsst ihr hoch" war nicht so toll, es gab so viele davon!!!).

Am nächsten Tag machten wir dann unsere Berühmte-Schreine-und-Tempel-Tour.


Am Anfang war der Garten. Also, ein japanischer Garten. Es war bitterkalt, aber es sah dennoch wunderschön aus.


Nach den Gärten fingen wir mit den Schreinen und Tempeln an.


Auf diesem Bild sieht man zum Beispiel, wie sich Tempeldesigner Elefanten udn Löwen vorstellten, ohne je welche zu Gesicht bekommen zu haben. Gut, dass ich das vorher wusste. Dass das ein Löwe ist, sollte man vielleicht dazu schreiben.

Das hier ist der Prunkvollste von allen (Toshogu-Schrein, glaub ich mich recht zu erinnern), mit viel Gold überzogen. Oder war das der Tempel? Hach, dadurch, dass wir die drei alle hinterienander weg besucht haben, bringe ich die Namen durcheinander.



Bei jedem Schrein wäscht man sich vorher (symbolisch!!!), um sich von dem Bösen aus dem alltäglichen Leben zu befreien. Heutzutage natürlich nur Hände und man spült sich den Mund aus.


Dass dieses Tor riesig war sieht man erst, wenn man es mit den Menschen drumherum vergleicht. Und das tolle an Nikko:


neben Schreinen udn Temepeln ist es wunderbar grün! Das vermisst man in Tokyo schnell.


Dieser Bereich war gesperrt, aber Fotos konnte man dennoch machen. Ich frage mich, warum er gesperrt war. Wie auch immer, im Reiseführer stand darüber nichts, also gab es da wohl auch nichts weiter zu sehen.


Hier gingen wir viele Treppen, um zum höchsten Punkt zu kommen. Das war eine Kraxelei! Aber wir machten uns besser als die japanischen Besucher aus Toyko. So manches Mädchen, das wir bei der Kraxelei nach oben überholten, keuchte und japste und stöhnte: "Wie anstrengend!" Shibuya ist eben etwas anderes.


Oben! Naja, nicht ganz, aber einen schönen Ausblick gabs trotzdem.


Das ist das Grab von Tokugawas Enkelsohn. Seine Urne soll da drin sein. Und dafür sind wir hochgekraxelt...

Ein Wasserfall, denn in Nikko ist es bergig... Wir waren ganz schön kaputt am Ende des Tages...

Am nächsten Tag sind wir auf ins Edo-Wonderland, das wurde dann unser Chaostag schlechthin... verpasste Busse, falsche Auskünfte, landen mitten im Nirgendwo und vieles mehr, was schief ging... aber das muss auch mal sein, denn sonst lief immer alles super.

Edo Wonderland (Nikko Edomura) ist ein Dorf, wie ein Vergnügungspark, wie man interaktiv das Leben von Ninja erleben kann und das Leben in der Edo-Zeit (1600-1853). Wenn man wollte, konnte man auch in einen Kimono oder anderen Klamotten aus der Zeit hüllen. Das war dann aber doch zu teuer.


Außerdem konnte man sich alle Waffen aus der Zeit anschaun, in ein Ninja-Traningshaus konnte man auch gehen. Mein Lieblingshaus, aber Annika wurde schlecht darinnen.


Um 12 gibts die Mittagsparade, wo die erfolgreichste Geisha durch das Dorf lief mit einer kleinen Progression. Nur einmal am Tag, also hatten wir Glück, sie zu sehen. Wie man auf diesen Schuhen laufen kann, fragte ich mich nicht nur einmal. Dagegen sehen selbst High Heels klein aus.

Last but not least, bevor alles total chaotisch wurde, hab ich noch einen Samurai geschlagen. Der Junge hier (Papa von Zwillingen) drückte mir auf einmal einfach sein Katana in die Hand und fragte "Willst du michumbringen? :D Lass uns davon ein Foto machen! :DD"

Und danach... fuhren wir 6 Stunden nach Nikko, wofür man normalerweise nur 2 braucht. Und wir stellten fest: Wenn wir nicht unser Gepäck holen mussten (aus Nikko), wären wir schon längst zu Hause gewesen... an kann nicht alles haben.

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Dienstag, 12. Januar 2010

Lernen

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Seitdem ich in Japan bin, ist viel passiert. Und es gibt immer einige Muster, die sich wiederholen. Wenn ich mit japanischen Freunden spreche (ja, die gibts) und dann mal wieder auf der Suche nach einem Japanischen Wort bin, kann das ziemlch lustig sein. Ich hab einen Manga gefunden, der die ein oder andre Szene wunderbar darstellt. Zufälligerweise heißt er auch noch "Mein Freund ist ein Ausländer"(Darling ha gaikokujin).
Szene 1

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken!)

Ich denke, Mariko muss sicherlich auch ab und an lachen, behält es aber für sich... Naja.

Da ich grade so wunderpar für die Prüfungen lernen muss, fällt dieser Post ein bisschen kurz aus. Ich will aber unbedingt noch über den Urlaub von Annika und mir berichten. Da habe sogar ich in dem sonst kaum kälter als 10 Grad (Tagsüber) seienden Japan Schnee gesehen!

Ansonsten verbringe ich die Tage mit pauken. Und ich gehe nur zum Kühlschrank, um mir was zu trinken zu holen. Oder Schoko. Auch hier wieder super illustriert.

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken!)

Tja, als Ausländer hat man schon Probleme...
So, ich geh jetzt schlafen, muss morgen früh raus. Und dann gehts ab zur Uni und ich lerne weiter. Ist grad ziemlich langweilig...

Samstag, 19. Dezember 2009

19.12. "Essen ist wichtiger als Toiletten"

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Die ganzen Weihnachtsfeiern sind zu Ende und ich lasse auch mal wieder was von mir hören (sogar sofort nachdem sie beendet sind).

Ich war mit Mariko mit dem Paerchenpass (auch wenn wir keins sind) im an Disneyland angrenzenden Disney-Sea.

Der Baum begrüßte uns in der Umliegenden Shoppingmeile. Wahnsinnslichterspektakel allein das! Japaner haben es echt drauf! Der Baum wechselte natürlich seine Farbe

Als Pärchen im Disneyland unterwegs haben wir uns as erstes die Lichtershow angesehen, die gleich startete. Nach 20 Minuten warten ging es los. Kleine Bötchen hatten Mini-Tannenbäume, die sie durch das Wasser zogen. Dann kamen die großen mit allen Disney-Figuren, die in die Menge winkten. Natürlich alle im angemessenem Weihnachts-Outfit. Das Highlight war dann das Feuerwerk um genau diesen Baum auf dem Foto.



Ab 6 konnten wir erst ins Disneyland rein, ab dann galt nur der Pärchenpass. Darum war es schon dunkel. Santa Goofy ließ sich dennoch zu einem Foto herab. Mariko und ich waren sofort dafür.


"House of Terror". Von draußen aber eher schön anzusehen. Das es drinnen gruselig zugeht, weiß man ja nicht. Highlight ist ein Freefall tower. Naja, Highlight...? Achterbahnmäuse Mariko und ich sehen das eher als einen Grund, nicht reinzugehen.


Jaja, wir wurden schon höflich aufgefordert, das Parkgelände langsam zu verlassen. Das Foto der Abschluszenerie nach einem Arielle-Theater und einer Sindbad-Bootstour musste aber sein.
Disney-Sea ist echt zu empfehlen, wie ein Abenteuerspielplatz mit einer Menge toller Shows und Story-Attraktionen (Theate,r 3D Kino, Storyboard-Bootstouren, etc).

Annika und ich haben auch unsere Reise gebucht für die Weihnachtsferien. Jetzt haben wir am Montag unsere letzte Pruefung dieses Jahr und haben anstatt zu lernen lieber gefeiert (ich natuerlich nicht!).

Gestern gab es die Weihnachtsfeier von Kosmic (Organisation von studenten, die ausländischen Studis an der Keio hilft, Freunde zu finden), wo es einem in Japan wohl suendhaft teuren Truthahn gab, und eine Menge Leute. Ich hab eine Menge interessante JapanerInnen kennengelernt und dabei einiges gelernt.
Die Japaner aus der Kosmic-Gruppe kennenzulernen ist leicht. Sind alle aufgeschlossen und nicht nur fuer einen Abend an dem Exoten Auslaender interessiert. Nach einem vergeblichen Versuch, in einem Zirkel (Gruppe von Japanern mit gleichen Interessen) einzutreten, hab ich verstanden: Normale Japaner tun sich schwer mit Freundschaften, wie wir sie kennen. Die im Ausland gewesenen haben auch anderes kennengelernt. Und in Kosmic gibt es viele, die da mal waren.
Zweiter Tipp: Hat man nicht das Glück, wie ich an einer Art Studienreise (mit viel Party) teilnehmen zu koennen und dadurch schon jemanden zu kennen, dann ist er schwer, an normale Japaner heranzukommen. Die wenigsten sind naemlich offen. Schuechtern sind sie. Darum ist Vitamin B alles.

Kosmic sind da wie gesagt anders. Auf deyWeinachtsfeier ging es lustig zu und es gab Alkohol. Viele Japaner werden zutraulicher, wenn sie trinken. Hihi.

Es wurde auch Secret Santa gespielt und jeder, der mitmachte bekam mehr oder weniger nuetzliche Geschenke. Waehrend ein Japaner Jingle Bells lalalate, wurden die Geschenke rumgereicht, bis "STOPP!" gerufen wurde und jeder Neugierig die Tüte aufmachte.

Nach der Weihnachtsfeier sind wir noch einen trinken gegangen und ich verpasste meine letzte Bahn (war ja klar, ich Dusselvieh!). Fuhr dann mit David (Deu), Eric (Am.) und Dan (Am.), der eigentlich ganz wonanders wohnt, aber seine Sperrstunde (ja, gibts hier!) verpasste, nach Hiyoshi. Von dort lauf ich auch nur 5 Min. mehr.

Heut gabs die Weihnachtsfeier der Germanisten in einem Thai Restaurant (fragt mich nicht...).

Der Eintritt war erstaunlich billig (Gestrige Party schlug mit 2500 Yen zu buche, heute nur 1500 - grade für Keioverhältnisse ist das wenig!) und wirklich richtig deutsch, so wie es angekündigt wurde.


Frau Duppen brachte Weihnachtsdeko mit, die sie auch privat Zuhause benutzt und bescherte uns damit den original Deutschen Flair, den wir wohl alle ein wenig vermissen. In Japan ist das Weihnachtsfest eher amerikanisch bunt mit Lichterbrimborium als in Deutschland. Zumals es hier auch keine Tradition oder diesen Christentumsbrauch, etc gibt.



Dazu gab es dann zuerst Adventscafe mit Stollen, Lebkuchen(herzen) und selbstgemachte Plätzchen udn Brownies von netten Dozenten und Frau Duppel selbst (gebackten oder gekauft ^^). Haaaach, wie hab ich Lebkuchen vermisst! Man wundert sich, wie man Dinge doch vermissen kannn...


Jessie, die ich vor über 2 Jahren zufälligerweise über mehrere Ecken in Japan kennenlernte (deutsche) und Ryoma, der einige Jahre in Deutschland lebte (als Grundschüle) und dadurch ein super-Deutsch hat. Ich hab ne Weile gebraucht, um mich zu trauen, mit ihm mein Katakoto-Japanisch zu sprechen (Katakoto=gebrochenes Japanisch).
Ryoma zeigt wunderbar das Thai-Essen, was es am Buffet gab. Wir nahmen usn diese kleinen Teller und "schaufelten drauf", sofern das da möglich war. Einige gingen 6 oder 7 Mal, ist mir aus den Augenwinkeln aufgefallen. Es gab unter anderem Frühlingsrollen, Salatähnliches... Naja, Thai-Essen. Aber lecker war es trotzdem, auch wenn ich nicht so genau wusste, was ich teilweise gegessen hab.



Kanaki entdckt, dass Nussknacker; Karussel udn Co. relativ lebendig sind, wenn man sie anstupst. Man muss sich als Deutsche immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass die Jungs und Mädels hier sowas teilweise noch nicht gesehen haben und dann über für uns normale Dinge sehr überrascht sind. Die Plätzchen udn Lebkuchen erfreuten sich übrigens großer Beliebtheit und es wurde gemümmelt bis zum Zuckerschock.
Irgendwann schlich sich auch Kousuke zu uns, was ich sehr toll fand. Wir beide fingen sogleich an (nachdem er seine erste Fuhre Thai-Buffet gegessen hatte) zu schnacken, kennen uns ja schon seit dem Gasshuku ("Deutsch-Semnar") im letten März. Über alte Zeiten, wie Bingo geht (ich gebs zu... Ich wusste nur sowas wie "Irgendwie 'ne Reihe voll bekommen") und futterten Lebkuchenherzen (ich) und Stollen (Kousuke) um die Wette. Danach hatte ich wohl nen Schoko-Mund und er war voller Puderzucker.


Nach erfolgreichem Bingo (habs echt geschafft, nichts zu gewinnen! Nach 4 mal beinahe-Bingo und nachdem gt 3/4 der Leute die Gewinne bekamen, hatte ich immer noch nichts! Ich bin so mies in Bingo xD) haben wir dann gesungen. Wie jedes Jahr, so wurde es gesagt, war das das Zeichen, dass es vorbei ist. Dieses Jahr war es Stille Nacht Heilige nacht, begleitet vone iner BambusFlöte. Mir wäre O Tannenbaum, was auch zur Auswahl stand, ja lieber gewesen. Nicht so hoch.

Da es um 16 Uhr losging und Japanische feiern nie lange gehen, war das Ende schon um 18 Uhr...
Aber wir sind ja nicht doof, blieben einfach zusammen und zogen ins nächste Lokal ein. Dort blieben wir 4 Stunden und tranken "Flatrate". In Japan ist das allerdinsg kein Ding. Meine Cocktails schmeckten allesamt nur nach Fruchtsaft...


Dazu wurden auch kleine Knabbereien gereicht. Diese dünnen Dinger da sind nicht eben die Diät-Variante von Salzstangen, sondern Spaghetti. Ungekocht, dafür gebraten, ummantelt mit einer Sojasoßen-Pfeffer-Schicht und ja. Unerwarteter Weise schmeckt das toll und lässt sich super wegmümmeln. Dabei wurden die Dinger trotzdem einfach nicht weniger!


Wir waren ein ziemlich lustiger Haufen. Frau Duppel (DAF-Kehrerin an der Keio) bekamm eine Gratis-Massage von Ryoma, der daraufhin eine von einem weiteren Mädel bekam, deren Namen ich leider nicht kenne :(
Da wurden doch Erinnerungen an das Gasshuku wach *ggg* Wer kennt den Insider??

An sich waren wir ein lustiger Haufen, der sich irre gut verstand und echt nur Blödsinn machte. Aber die Germanisten hier in Japan sind ja auch an anderen Kulturen interessiert und nicht so oberflächlich wie viele andre, die nichts anderes als Japan kennen. Insel eben. xDDD


Darum kamen auch nette Fotos wie dieses Zustande. Links sitzt übrigens David der überraschenderweise Deutscher ist ^_~ Sitzt ja auch in meinem Kurs, etc pp. Die Erklärung hatten wir ja schonmal.
Bier, das hier meist in Mengen an Flaschen auf dem Tisch gestellt wird, wird eindrucksvollvon David deonstriert, aus kleinen Gläsern getrunken. Wohl nicht mehr als 0,1 Liter... Das zischen wir schnell weg, Asiaten werden danach des Öfteren schon rot...

Zwischen diesen beiden Bildern hatten wir eine sehr interessante Diskussion dank Ryoma, der nämlich mittendrin aus heiterem Himmel den Satz "Essen ist wichtiger als Toiletten!" herausgehauen hat. Es drehte sich um den Wahrhaltsgehalt dieser Aussage, denn auch wenn wir nicht essen, meinte er, trinken wir ja noch und müssen trotzdem aufs Klo gehen.
Naja, ok. Wo er Recht hat...


Großzügigerweise wurde uns dann noch Pitzza und salat und Gyoza spendiert. Was das ist? Pizza dürfte jeder kennen. Dass da aber teilweise noch Mochi drauf war, war seltsam xD Mochi ist... ja... Reis...mansche? Wie beschreibt man das? Es ist ein bisschen Gummiartig und schmeckt nach nichts. Das wars eigentlich. So gebacken ist das aber wie mozzarella xD
Salat kennt man ja auch. Gyoza sind kleine Teigröllchen, die erst gebraten werden und nach ca. 10 Minuten dann "köcheln gelassen" werden. Drinnen ist etwas Gemüse (Kohl, Zweiebeln...) und Fleisch, wie Gehacktes. Totaaaaal lecker! Wenn ich nicht schon so satt gewesen wäre!

Danach hatten wir immer noch nicht genug voneinander und gingen Karaoke. Aber nur noch mit 10 Mann für eine Stunde. Die letzte Bahn fährt ja auch in Tokyo schon um 12 auch am Wochenende oO

Freitag, 13. November 2009

Was ist ein Campus-matsuri?

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Am 18. haben Annika, Nami, Erik und ich uns in Shonandai (weit vom Schuss) getroffen, um mit gemeinsam zum Keio-SFC Campus zu gehen, denn dort gabs ein Herbstfest (Aki-matsuri).



Diesen Campus haben wir vor einem halben Jahr schonmal besucht und freuten uns, nochmal hinzukommem.Ausserdem haben dort alld, die wir ein halbes Jahr zuvor kennengelernt haben, Unterricht. Wir rechneten uns also Chancen aus, den ein oder anderen wiederzusehen.

Kaum dass wir auf dem Campus waren und die ersten Fressbuden auschecken wollten, stand da auf einmal ein grosser, schlagsiger Japaner vor uns. Shunske!
Die Freude war gross und wir quatschten erstmal eine Weile. natuerlich interessierte uns zuerst, wo er arbeitete.
Beim Muell.
Und dann, wo seine Brille geblieben ist.
Hab ich verloren.
Oh!


Dann musste er weiterarbeiten und wir stuerzten uns aufs Futter.
Trinken waere besser gewesen, denn es war weit ueber 20 Grad. Aber man kann ja nicht alles haben.

Das erste Gericht hat Erik gleich mal festgehalten. Ei mit Ebi(Garnelen)chips. Aber keine Sorge, schmecken nicht nach Fisch, war sogar richtig lecker!


Unsere muntere Gruppe an Auslaendern fiel natuerlich auf. Das hatte bei dem Aufbau des Festes gewisse Konsequenzen.
Auf dem Fest gab es Futterstaende, die von Studenten aus verschiedenen Clubs oder Zirkeln betrieben wurden, um sich so was in die Gemeinschaftskasse zu verdienen. Damit Kunden angelockt werden, gabs sowas wie Marktschreier, die mit Pappschildern ihr Essen anpriesen, indem sie die Leute ansprachen.
Demzufolge brachte Auffallen mit sich, dass wirwahrscheinlich von jedem angesprochen wurden. Meist Japanisch.

Und wenn man sich breitschlagen lassen hat, freuten sie sich wie kleine Kinder, sprangen auf und ab und bedankten sich ueberschwaenglich.

So waren wir schnell vollgefuttert.

Spaeter, nachdem wir nach langem Suchen eine Toilette gefundenhaben (Gebaude waren zu), machten wir uns auf dem Weg, den Rest zu erkunden. Erik ließ sich auf ziemlich witzige Weise zu einer "Furankufuato" (Frankfurter) überreden:
Japaner mit Schild: *laberrhabarber*
Erik: Ja, ja... ja, hmhm.. ja.
Japaner: Juchu!! Danke!! Ich bring euch hin! *losstapf*
Nami: Juchu, Frankfurter *hinterhertänzel* *freu*
Erik: ?__? Häh?
Shu: Du hast dir grad ne Frankfurter aufschwatzen lassen.
Erik: Hab ich nicht!
Shu: Doch, du hast ja gesagt!
Erik: Das war ein "Ja, ich verstehe dich"!!
Shu: Na, offensichtlich nicht...

Aber so kamen wir in den Genuss einer Frankfurter, die richtig lecker war. Hab mir auch erstmal eine gegönnt. Und ja, Erik konnte es nicht treffender beschreiben: Eine Wurst mit Stock im Po.


Hiernach erkundeten wir weiter das Gelände. Und auf einmal sprang uns Narumi (mit Schild) um den Hals und freute sich wie ein Schnitzel: Nami und ich hatten bei ihr vor einem halben Jahr einen Homestay gemacht. Prompt überredete sie uns auf einen Honigtoast und alle freuten sich mal wieder wie ein Schnitzel (Klappe die zweite!)



Danach haben wir den Deutschstand gleich schräg gegenüber entdeckt, bei dem Rio mit Dirndl stand und (ohne Schild) die Leute zum Essen überreden wollte.
Die Besetzung dort wechselte regelmäßig und durch unseren vorherigen Monat hier, kannten wir meistens dreiviertel oder gar alle dort und sahen sie auch mal wieder. Das war generell immer ein hallo. Vor allem als Shinobu, allseits bekannt unter dem Decknamen "Ninja" (sein Name wird mit diesem Kanji geschrieben) am Grill stand.


Hier bin ^_^ mit Rio

Der Deutschstand. Der mit der Schaufel winkt, ist Shinobu.

Irgendwann dazwischen entdeckte uns Masaya, der sich irgendwie auch zu freuen schien und über das ganze Gesicht grinste. Erik überredete ihn gleich zu einen Foto xD


Am Abend wurde uns von Masahiro noch der Auftritt des Jazz-Clubs in einem eigenen Zimmer gezeigt. Das war wider erwarten richtig gut! Also, für mich, da ich ja normalerweise keinen Jazz mag. Kommt eben doch drauf an, ob das im Amerika der 50er Jahre von ungefähr so alten Menschen gemacht wurde oder eben im Hier und Jetzt von Gleihaltrigen, schätze ich.
Dann machten wir uns auf, um das Feuerwerk zu sehen und sind gleich noch über ein Dreirad-Wettrennen gestolpert. Ups, Japaner sind ja klein, aber SO klein nun auch wieder nicht! oO

V.l.n.r.: Risa, Annika, ^_^, Masahiro und Nami

Bei den ganzen Masadings kam Nami durcheinander. "Wer ist denn nun wer?" fragte sie mich. "Das eben war doch Masato."
Ich meinte daraufhin nur: "Nee, das ist der von der Reitaku, Marikos Uni."
"Und wer ist dann das hier?" -"Masahiro."
"Aber ich dachte, das wäre der von vorhin!"
"Nee, das war Masaya."
"Maaaaann, was heißen die auch alle gleich?"
Ach, Namilein, so schwer ist das doch gar nicht *gg*
Masato: War ein Jahr bei uns in Deutschland, Reitaku-Uni.
Masahiro: Der, dessen Namen wir bei unserem ersten Austausch nei vestanden haben. Hat nun längere Haare.
Masaya: Der, der die Fotos von unserem Tokyo-Tower Abenteuer ins Internet gestellt hat.
Ist dch ganz logisch ^.~

Nach dem Feuerwerk (was im Programmheft mit 15 Minuten angekündigt wurde, in der Realität aber nur knappe 10 Minuten ging), taperten wir alle gemeinam nach Hause. ^^


Campusfest die zweite: Marikos Uni

Momentan ist es anscheinend so, dass diese Unifeste aus allen Ecken kommen. Die 5. Jahreszeit ist hier wohl matsuri...

Dieses Mal lud Marikos Uni ein. Wir tapsten also hin, obwohl es schweinekalt war. Aber da Erik ja Geburtstag gehabt hat und wir ihn einladen wollten, alles zu essen und zu probieren...

Wir haben schon am Bahnhof Fukumi und eine Freundin von ihr getroffen und haben auf dem Unifest erstmal Mariko besucht.

Nami und ^_^(meine haarigen Zauseln T_T) und Fukumi

Mariko hatte ein Plakat gemacht zum Thema Arbeitssuche in Deutschland und mich dazu interviewt.

Da wir langsam Hunger bekamen, machten wir uns also auf den Weg. Aber vorher kehrten wir noch in die Ausstellung eines kleinen Deutschgasshukus ein, das ihre Erlebnisse in Deutschland zu Papier brachte. Das war so niedlich!

Na, kann's wer lesen? ^.~

In einem anderen Kurs, den ich auch mal besucht habe mit Mariko und Ayumi (hey, man sieht mich von hinten leuchtend Blond auf einem der da rumhängenden Fotos. Aber so unspektakulär, dass ich Erik keinen Auftrag erteilt hab, das zu knipsen).
Da gabs noch einige andere nette Plakate :D

...











Ein paar nette Plakate - Deutsch/Japanisch

Danach hatten wir richtig Hunger und zogen mit Yuka und Mariko zuerst ins Deutschcafe. Japaner verstehen unter Cafe anscheinend etwas Anderes als wir, denn den Kuchen suchten wir vergebens. Dafuer gabs Bier, Wuerstchen und Bretzeln.

Der Kampf mit der Wurst. Schonmal eine mit Stäbchen gegessen?!

Natuerlich kannten wir die halbe Belegschaft...

HALBE Belegschaft. Sie leider nicht. Aber das war ein Teil der "Dienstkleidung".

Danach sind wir zu den ganzen Staenden draussem gegangen und haben uns durchgesbhlemmt. Am Anfang war Erik noch etwasam Zoegern, wenn er was wollte. War aber unnoetig. Er hat uns weder die Haare vom Kopf gefressen noch Unverschaemtes verlangt.

Gefuttert hab ich: Yakitori mit etwas Mayo, ein Erdbdercrepe mit Cornflakes drin, Nikuman (ein Teigkloss mit sowas wie Gehacktem drin), heisPe Mochi Bagel oder so mit Kakao. Mag eigentlich nicht so gern Mochi, aber heiss und in Teig mit Kakao schmeckts geil!

Diese Chaostrupppe verkaufte Crepes. Waren echt cool und für ein Foto bereit ^.~

Weil es doch ganz schoen kalt war, sindwir dannauch zurueck.

Montag, 12. Oktober 2009

10.10. Kultur pur - Shu und das Noh

Nach dem Taifun gönnte ich mir mit Annika erstmal die geballte Noh-Power.

Kousuke, ein Bekannter, den wir vor einem halben Jahr auf dem Deutsch Gasshuku (sowas wie ein Deutschcamp - Japaner, die Deutsch lernen, verreisen gemeinsam und lernen weiter) kennengelernt haben, hat mich und uns andere Hallenser eingeladen, einen Noh-Workshop an seiner Uni zu besuchen.
Ich war begeistert und sagte gleich zu, Annika auch. Erik und Nami zierten sich noch (keine Zeit und kein Geld - Noh ist ja bekanntlich ziemlich teuer), wollten dann aber auch mit,nachdem Kosuke meinte, es sei kostenlos, plus eine japanische Bekannte von Erik.

Liane rief mich kurz vor dem Treffen an und meinte: "Erik ist krank und kann nicht kommen" und sie und Nami, die irgendwie auch noch mitkamen, fanden den Weg nicht...
Sodass Annika und ich erstmal die uns unbekannte Japanerin finden musste, die dann uns fand, dank Eriks Beschreibung: "Shu... Ähm... die hat weißblonde Haare!"
Kousuke konnte uns leider nicht vom Bahnhof abholen. Er war Helfer, konnte nicht weg, rief mich aber zweimal an und fragte, ob alles okay ist und wir den Weg finden konnten ^^ Und entschudligte sich jedes Mal dafür, dass er nicht kommen konnte.

Die Japanerin stellte sich als Tomomi vor und wir zockelten gemeinsam los.
Es war dann, als wir den Campus betraten, erstmal ganz schön weitläufig, aber das Finden des Verantstaltungsortes war nicht schwer.
In der Halle angekommen - übrigens fast alle Frauen semi-formell bis formell im Kostüm - wollten wir uns ein Stückchen hinten hinsetzen.
Aber Pustekuchen, nicht wir! Kousuke winkte uns, kaum dass wir reingegangen sind, zu sich und führte uns aus der hinteren Reihe an allen Leuten vorbei bis in die erste Reihe: Special Plätze firekt vor der Bühne!
Da leuchtete ich dann mit meinen Haaren vor mich hin und Annika und ich waren erstmal Baff.
...

Zum Noh:
Noh ist eine alte Form des japanischen Theaters, die Stücke gehen normalerweise ziemlich lange - über Stunden hinweg. Vielleicht kann man es als alte Form des Musicals von heute sehen, denn es wird gesungen und getanzt, aber auch gesprochen. Seit dem 14. Jahrhundert ungefähr gibt es diese Art von Spiel. Die Kostüme sehen aus wie meine Vorstellung des Genji Monogatari, die Menschen tragen Masken, zumindest die, die die Hauptcharaktere verkörpern und nicht der Chor an der Seite sind.


Oftmals tragen die Schauspieler Masken, der "Chor" am Rand wiederum nicht.
Interessant: In der Regel sind alles Männer - auch in den Frauenrollen! So war das früher nunmal.Immerhin dürfen wir es uns ansehen...

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Links: Genji-Kostüm. Sowas hatte Kousuke an. Rechts: Eine Noh Maske. Hatte bei uns de Gottheit auf.


kyo-gen
Das sind kleine, kürzere Stückchen, die dazu da sind, dass das Publikum lacht. Zwischendurch ganz hilfreich, denn in einem Noh Stück passiet jetzt nicht so viel Spannendes, wie es schien. Bei uns tanzte zB ein Gott eine ganze Weile rum.
Diese Stücke sind Text, also es wird geredet. Es sind wenige Rollen, also so zwei oder drei, man muss sich also nicht erst in ein großes Beziehungsgefüge hineindenken. Und ja, auch dort sind alles Männer - auch die Frauen.

Unser Workshop ging also mit dem Kyo-gen los. Ein alter Mann und scheinbar sein Sohn unterwegs. Verstanden habe ich nicht viel, trotz Text auf dem Schoß.Ich nuss hab ja mein Wörterbuch vergessen. Aber allein schon wie sie sprachen, drückte einiges aus. Die Betonung war für mich malnchmal zum Schießen.
Nach dem Spiel kam der "Vater" nochmal auf die Bühne und wurde von dem Menschen, der uns durch das Programm führte, interviewt. Der "Vater" erklärte uns, wie wichtig die Stimme, die Betonung und die Gestik und so weiter ist. Einen Teil verstand man :)

Danach wurde noch einiges erklärt. Ich fand es sehr interessant, als es zu den Musikinstrumenten kam. Dort verstand man automatisch mehr, weil vieles auch an den Instrumenten gezeigt wurde. So braucht man wohl eine Flöte und zwei kleinere Handtrommeln. In Aufmachung und Material wurden sie uns erklärt, aber auch wie man sie spielt, inklusive einer kleinen Kostprobe. Die Flöte klingt so, wie man sie aus den alten Samuraifilmen immer an Tempeln hört: Sehr hoch und teilweise "schrill".
Die Trommeln... naja, begleitend zur Flöte aus den alten Samuraifilmen: Und die Männer "singen" dazu. Der eine Trommler (lispelte übrigens stark, ich hab kaum was verstanden, jedes s war ein f...) machte immer ein "Joooooooo". Hielt wach. Der andere machte ein "jep". Kein Scherz!

Hier ein Jooooooo - Kotsuzumi (so heißt die Trommel)



Höhepunkt war, als Kousuke als vorher ausgwählter Freiwilliger (er trug ein kleines Schildchen an seinem hemd mit der Aufschrift "Volontieer" - Freiwillier) auf die Bühne geholt wurde zum Kostümpüppchen spielen. Jetzt bekam das vorherige "Ja, ich muss nachher nochmal auf die Bühne" einen ganz anderen Sinn, denn ich dachte, er hilft was aufbauen... Pustekuchen!
Er war lebende Puppe, der die mehreren Lagen des Kostüms angezogen wurden. Scheinbar waren damals dicke Hintern in Mode, denn mit einer Lage extra-Stoff wurde der noch vergößert. In dem Kostüm sah man auch nicht, dass Kousuke noch einen anzug (ohen Jacke) drunter trug.

Schade nur, dass wir keine Fotos machen durften, denn grade von ihn hätte ich gerne eins gehabt *lach*
Lustig wurde es, als er grade leicht nach vorne gebäugt stehen sollte. Japaner haben irgendwie kein Körpergefühl - anders kann ichs mir nicht erklären, dass es trotz andauernden Ziehen udn Drücken von Seiten der einkleidenden Herren nicht ging und das Publikum sich sehr amüsierte.
Als Kousuke mit dem Kostüm gehen musste, erst recht. Er möge es mir verzeihen, aber es lag nur an dem Kostüm! Aber er ging wie ein Hahn...

Dann kam das eigentliche Noh-Stück, was mit 30 Minuten zu den Kürzeren zählte. Das reichte auch, denn es passierte nicht viel mehr als dass ein Gott eine Weile tanzte und den Fächer schwang, dessen Bewegungen sich dann immer wieder weiderholten. Sie erzähltn wohl eine Geschichte, die wir nicht verstanden. Und der Gesang der Männer an der Seite wiederholte sich auch wie die Trommeln in einem schweren Rhytmus. Auf Dauer musste man sich doch arg wach halten...

Damit man mal sieht, was das jetzt eigentlich ist: Hier ein relativ "lebhaftes" Spiel mit mehr Sounds, Gesang udn Co:



Ja, nach 2 Stunden war dann auch der Workshop zu Ende und ich fühlte mich eine Menge schlauer. Irgendwie war es auch interessant!

Ach so, die Fotos vom Campus will ich euch nicht enthalten. DA durften wir knipsen xD

Donnerstag, 8. Oktober 2009

8. Oktober - der erste Taifun meines Lebens

Huhuuu, es saust udn braust, es stürmt und... naja, schneien tuts nicht. Aber es hat die letzten Tage bis heute morgen sehr stark geregnet, dass meine Schuhe in 5 Minuten durchnässt waren.

Die Japaner machen ja schon eine ganze Weile Panik wegen dem Taifun, seit einigen Tagen gibt es kaum ein anderes Gesprächsthema. Auch ich habe im Internet den berechneten Weg verfolgt. Aber anstatt wie die Japaner Angst zu haben, habe ich mich gefreut.
In Deutschland bekommt man ja nie einen Taifun zu Gesicht, hier in Japan passiert das öfter mal. Deswegen war ich neugierig: Was ist denn das, wovor alle so Angst haben?

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Links: Schauspiel in Infrarot-Aufnahme. Rechts: Vaporisiert. Wo ist Japan?

Jetzt sitz ich in meinem Zimmer, der komplette Unterricht fällt aus. Die Bahnen sind heute zwischen 9 und halb 12 nicht mehr gefahren, sodass Annika zwar nach Shinagawa kam, aber nicht mehr weiter. Auch nicht zurück.
Im Internet gibt es Warnungen(Sturm, heftiger Regen, hohe Wellen, Sturmflut) und was ist? Es scheint grade die Sonne und es ist nahezu windstill. Liegt aber daran, dass wir grade "im Auge" sind. Da ist es windstill.

Quelle: Japan Meteorological Agency. Rot: Direkter Taifun. Geld: Sturmumgebung, die das Teil mit sich zieht. Ich: Rechte Seite, beim vorstehenden Zipfel.

Im Internet wird der Taifun als der schlimmste siet 10 Jahren betitelt und eine japanische Mailfreundin sieht das auch so. Ich finds noch harmlos. Liegt vielleicht daran, dass links neben meinem Balkon ein Treppenhaus herausragt und rechts neben meinem Balkon ein anderes Haus etwas weiter vorne steht, sodass ich vom Wind regelrecht abgeschirmt bin. Das wäre nur anders, wenn er frontal auf mich zukäme. So stehe ich aber auch bei den schlimmsten Böen auf dem Balkon und freue mich.
Annika schrieb mir, dass bei ihr der Wind manchmal ganz schön an die Balkontür hämmert. Hmm, komisch. Ich merk nichts dergleichen (andere Seite) ^.~

Regnen tut es irgednwie nicht. Komisch, sollte ein Taifun nicht ein Sturm mit Regen sein?

Einige Japaner scheinen die Sache mit dem Stärksten Taifun seit 10 Jahren auch nicht so schlimm zu finden. Sie lassen einfach ihre Schirme am Fenstersims hängen, das Fahrrad draußen stehen und auch die Wäschspindel muss ausharren und hoffen. Dabei hats den Übungsplatz für Golfballabschläge hats auch mitgenommen. Ein Teil des Netztes zum Bälle auffangen weht im Wind.

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Bilder zum Vergrößern anklicken.

Jetzt fängts wieder ein bisschen an mit Wehen.
Schon komisch, alles macht Panik und ichs sitz am PC und habs Fenster offen oO
Lustige Wolkenkreise ziehen über uns hinweg, der Himmel wurde klar, es schien die Sonne. Die scheint immer noch, der klare Himmel ist wieder von Wolken bedeckt (ein wenig) und es weht wieder. Man hört den Wind langsam wieder ums Haus wehen und durch den Lüftungsabzug pfeifen. Die Wolken ziehen lustige Kringel. Mal direkt über einen, mal ist alles wunderschön und am Horizont bei den Wolkenkratzern sieht man eine Wolkenwand.

Wo der Regen jetzt bleibt, is mir ein Rätsel. Hat sich wohl die drei Tage vorher ausgeregnet. Wirklich, das war drei Tage Regen ohne Pause! Verrückt!


Kreiselnde Wolken?

Aber Sturm bei Sonnenschein ist auch verrückt ^.~
Wo ist der Platzregen?
Der war heute Nacht. Was hab ich da getan? Tief und fest geschlafen, während alle, die ich kenne, davon wach geworden sind. Mist! >_>

Wehrmutstropfen ist hier nur, dass man nicht informiert wird als Austauschstudi. Darüber bin ich auch ein wenig sauer. Wäre meine Lehrerin Frau Murata nicht, die mich über Handy angerufen hätte und mich beruhigt hat: Wenn morgen der Unterricht nicht ausfällt, es Ihnen aber zu gefährlich ist, bleiben Sie zu Hause, kein Problem! - dann wäre ich auf die Keio angewiesen. Die haben zwar eine Mail geschrieben, dass wir auf folgenden Seiten Informationen zum Unterricht finden konnten, gaben aber erst viertel vor 9 an, dass die ersten beiden Stunden ausfallen. Da ist man schon in der Uni. Oder steckt fest wie Annika.
Und über den Nachmittagsunterricht sollten wir um 10.30 informiert werden. Um 11 stand noch nichts, nur etwas auf Japanisch. Ich habe mal angerufen, musste ja langsam entscheiden, ob ich losgehe oder nicht. Bis ich die Telefonnummer des International Centers gefunden habe (steht nicht beim Kontakt, sondern bei der Anfahrt), dauerte es kurz (danke Annika!) und erst NACH meinem Anruf wurde 11.10 die Seite auch für uns Austauschstudenten mit geringen Japanischkenntnissen alles auf Englisch geschrieben: AUSFALL!

Manchmal wird man hier echt alleingelassen...

Sonntag, 20. September 2009

Viel zu tun, viel zu tun!

Am 14. September gabs dann die Ergebnisse des Tests. Sonderlich zufrieden war irgendwie keiner, den wir getroffen haben inklusive uns selbst. Die langen Gesichter einiger anderer Studenten, die dort rumstanden, haben das auch nicht wieder wett gemacht...
Aber naja, kann man nichts machen, außer das beste draus und dann ab in die Vollen!

Am Abend haben wir aufgrund des Schocks erstmal eine kleine Izakaya-Party (Kneipe auf Japanisch) gefeiert.
wir haben uns in Tamachi getroffen, und eigentlich wollten nur Chris, David, Jessi, Annika, Paul und Ian weg... aber auf einmal standen da noch 4, die wir nicht kannten und die uns net kannten und Paul und Ian kamen zu spät, sodass sich eine merkwürdige Situation ergab...

Aber das klappte dann schon und mit 11 Mann sind wir dann los. Für so viel Mann ein Plätzchen zu finden ist in Japan nicht so leicht - Karaoke und Izakaya könnte das einzige sein, wos klappen könnte, auch wenns da schon scher ist. Ian und Paul wussten das nicht und haben erstmal große Augen gemacht, als wir ihnen das erklärten.

In Ueno, gibt es einige coole Izakaya, und Jessi stuerte zielsicher ein ziemlich Japanisches an. Dort wurden wir dann von einer älteren Frau in einen Raum oben geschickt: Tatamimatten, kleine Tische, sodass wir uns darunter falten mussten. Mit einem Blick auf die Speise- und Getränke-Karte stellten wir fest: Die Preise sind ja richtig günstig! 250 Yen für eine große Cola war ganz gut, hab ich nirgendwo sonst gesehen *lach*
Auch das Essen war super und perisgünstig. Da gehen wir eindeutig öfter hin.

Ich bekomme nicht mehr alle Namen zusammen... >_<

Als der ganze Haufen endlich saß und seine Bestellungen aufgegeben hat, ging der ganze Spaß los. Ein Sprachwirrwar erfolgte, Deutsch, Englisch, Japanisch - sogar Französisch, weil einer von uns (deinen Namen hab ich leider vergessen, Junge >_<) nur schlecht Englisch sprach. Als es nachher ans Bezahlen ging, wurde es etwas schiwerig, denn bei 11 Leuten und einem munteren Bestellen, ging doch einiges unter... Aber irgendwie managten wir es doch. Auf dem Rückweg gabs dann einen Shokozug und einen plötzlich verlassenen David mit Handy in der Bahn.
...









Am 15. September waren Annika und ich in Shibuya, um ein Geschenk für Chiaki zu kaufen, zu deren Geburtstag wir beide eingeladen wurden. Und dabei haben wir auch etwas für Mariko geholt. Was, wird hier noch nicht verraten, die Feier steht noch aus und falls Mariko vorher alles erfährt, ist das ja doof ^.~

Am Abend haben wir uns noch mit Chris, David und Jessie getroffen. Da Jessi am Tag zuvor den fehlenden Betrag beim Izakaya hinzugegeben hat, haben wir sie als Ausgleich zum Essen eingeladen. Leider war das erste Restauran nicht soooo toll...

Wir haben in japanischer Manier gegessen: Ein paar Dinge bestellt, die dann in die Mitte des Tisches kamen und jeder nahm sich ein Teil. Es gab 4 verschiedene Fleischsorten. Als wir alle das erste verspachtelt hatten, stellte David fest: Das ist Zunge!
Mann, fiel mir da das Schlucken schwer...

Letztendlich landeten wir nach diesem Reinfall wieder in unserem Izakaya, wo wir zuvor mit der riesen Meute waren. Und auch diesmal blieben wir wieder bis zum Schluss.
Besonderheit in Japan: Alles macht entweder vor 12 zu oder erst um 5 Uhr morgens. Der Grund ist, dass in der Weltstadt Tokyo zwischen 12 Uhr Nachts und 5 Uhr morgens keine Bahnen mehr fahren. Die arbeitende Bevölkerung hat dann nämlich nicht mehr in Tokyo rumzucruisen, sondern artig im Bett zu liegen! Also ist auch kein Bedarf mehr an Nachtbahnen. Böse Nachzügler sind dann auf teure Taxis angwiesen.
In Japan scheinen sie auch das ganze Wochenende über durchzuarbeiten...

Die netten alten Frauen in dem Izakaya, die die Bedienungen darstellten, haben uns gleich wieder erkannt und später auch ausgefragt, woher wir denn kommen, was wir hier so machen, ob wir japanische Freunde (im Sinne von Geliebte) hatten und so weiter. Huch! *lach*

Auch bezeichnend für Izakaya: Der kleien Begrüßungsscnack (den wir deutschen meist nicht so mögen: Tofu, Press-Fisch, komisch sauer eingelegtes seltsames Gemüse) muss man bezahlen, was zu Essen bestellt man auch. Nur trinken ist nicht. Naja. Ist eben der Sinn des Izakayas: Gemein ESSEN und TRINKEN. Aber das muss man schonmal mitgemacht haben :D

Am 16. September sind wir Halle-Studenten dann nach Chiba gefahren und haben Chiakis Geburtstag gefeiert. Wir haben uns mit allen am Chiba-Bahnhof getroffen und Annika und ich haben natürlich zielgenau am falschen Ausgang gewartet. War klar, oder?

Jedenfalls hatten wir ja Handy, dadurch war alles ganz einfach und der Chiba Bahnhof war gar nicht so klein und nichtssagend, wie wir am falschen Ausgang festgestellt hatten.

Zusamment trotteten wir dann alle los zum reervierten Yakiniku-Restaurant.

Was ist Yakiniku überhaupt? Eigentlich ist es ganz einfach:
Yaki=Gebraten
Niku=Fleisch
Na? Könnt ihr es erraten? Genau, gebratenes Fleisch! Der Clou ander ganzen Sache: Man macht das selber!

Wir saßen an dem langen Tisch dort auf dem Foto und hatten immer im Abstand von ungefähr einen Meter einen Grill auf dem Tisch, auf den wir dann nach Herzenslust und Platz Fleisch legen konnten.
Eben wieder typisch Japanisch: Große Teller mit dem Essen und jeder nimmt sich dann. Gut dass Japaner nicht so gierig sind wie wir Deutschen xD
Übriegns, auch hier lag wieder Zunge rum. Diesmal aber auchdünn und sah aus wie Rinderfleisch. Ich habs mir zielsicher genommen und mich über den komischen Geschmack gewundert. Außerdem war es zäher.

Nach zweimal so einer Blödheit dürfte ich es nun gelert haben...

Am Schluss gab es noch das obligatorische Gruppenfoto, das der Besitzer des Ladens bereitwillig machte. Wann sieht man auch schon so viele Ausländer auf einmal im eigenen Restaurant (das übrigens nur aus den beiden länglichen Tischen an den Seiten bestand)?

Bei der Menge würde ich mit den Namen nie fertig werden *lach*

Alle tapsten nach Hause, ich zu Mariko. Ich blieb über Nacht :D

Am 17. September standen Mariko und ich um 8 auf, da sie mir unbedingt ein sehr gutes Restaurant am anderen Ende der Präfektur zeigen wollten - Japaner sind Verrückt nach Essen, sie fahren weit, wenn es um Delikatessen geht. Aber es hat sich gelohnt. Außerdem gab es dort in der Nähe auch eine Brücke, die den halbinsel Chiba-Teil mit Kawasaki verband.

Ich verpennte meistens die Autobahnen - war noch nie gut, mich im Auto wachzuhalten... Auch wenn es echt super lustig war und die Hälfte der Zeit Rambazamba im Auto war - KaraokeAuto, ich sags doch! *lach*

Mitten auf der eben beschriebenen Brücke, die wir erstmal erstürmt haben, war ein riesen Parkhaus. Nach dem Parkhaus wurde die Brücke zum Tunnel, der dann bis nach Kawasaki ging.
Auf diesem Parthaus gab es - oh Wunder - viele Restaurants und Andenkenläden. Wir erstürmten die tolle Aussicht als erstes. Da das Parkhaus höher gelegen war und der Ausguck AUF dem Parkhaus sozusagen, konnte man ganz Tokyo, Yokohama und Kawasaki überblicken. Das sah schon toll aus!

Dann fuhren wir wieder zurück nach Chiba und ich fuhr mit der Bahn nach Hause.

Was ich am 17. Setember gemacht habe, weiß ich nicht mehr...

Am 18. September hatten wir ein Gespräch mit unserem Academic Adviser - einer der Professoren des Sprachunterrichts. Ich war bei Frau Murata, die wir schon von dem Aufenthalt vor einem halben Jahr kannten. Wir hatten uns da alle mit ihr und Frau Tanaka auch schon unterhalten.

Bevor ich eintreten konnte, musste ich noch warten. der werte Herr David hat ein wenig die Zeit überzogen *lach* macht nichts. Ich war eh nervös wie sonst was. Frau Tanaka hatte zufälligerweise das Büro direkt neben Frau Murata (und dem Stuhl, auf dem ich wartete) und kam auch zufälligerweise raus, während ich gewartet habe.
Sie erkannte mich sogleich wieder und begrüßte mich mit einem "Hisashiburi desu ne?" (=Lange ist es her, nicht wahr?) und wir quatschten ein bisschen. Ich glaub, ich habe mich ein wenig doof angestellt, ich war so nervös...

Dann durfte ich bei Frau Murata eintreten. Sie erkannte mich auch sogleich wieder und begrüßte mich mit den Worten: "Oh, Sie haben die Haarffarbe gewechselt. Ging das auch einher mit einer Veränderung des Charakters?"
Da ich noch nicht mal saß und sie mich auf Japanisch ansprach, hab ich erst etwas verpeilt geschaut und es erst eim zweiten Mal verstaden.

Das Gespräch drehte sich um die Kursbelegung, die Lehrbücher, die Ergebnisse des Placement Tests und unsere Vorstellungen, Erwartungen und Änsgste. Auf Japanisch, versteht sich.
Das Übliche eben ^^

Nach diesem Gespräch fiel allen ein Stein vom Herzen, weil die Professorinnen sehr nett waren. Annika und ich machten uns dann erstmal nach Shibuya(Harajuku auf, um einen Crêpe zu futtern - den haben wir uns dann auch verdient nach der Aufregung!).

Jetzt habe ich wieder eine Lücke (jaja, ich schreibe meinen Blog jetzt regelmäßiger! Ich gelobe hoch und heilig Besserung!)...

Am 20. september war ich war mit Jessi verabredet. Eigentlich wollte ich ne Meute zum Karaokesingen zusammentrommeln, aber das hat irgenwie nicht geklappt. Also sind Jessi und ich - die einzigen mit nichts vor! - zusammen weggegangen.
Wir wollten eigentlich in eine bestimmte Rock-Kneipe in Shinjuku. Aber wie Shinjuku nun mal ist, es ist eine Bitch (entschuldigung für diese Ausdrucksweise!), aber wenn man etwas in Shinjuku sucht, findet man es nicht. Zumindest net wenn man Jessi oder Shu heißt. Wir finden auch schonmal nicht die richtigen Ausgänge da... >_>

Shinjuku bei Nacht ist schon was Feines

Jedenfalls sind wir dann in ein anderes Izakaya eingekehrt und waren erstmal die einzigen Deutschen. Dort haben wir dann ungefähr 5 Stunden gequatscht und ne Meeeeeenge Alkohol getrunken... Und nach 5 großen Gläsern ein WENIG gemerkt! Lasst euch gesagt sein: Wenn ihr euch in Japan betrinken wollt, mischt selber!
Dafür konnten wir uns ohen Bedenken durch die ganze Getränkekarte probieren.

Gegen 11 bezahlten wir und machten Purikura. Und daraus resultierte, dass ich meine letzte Bahn verpasste und kurzerhand zu Jessi mit kam und bei ihr geschlafen hab. Ein Hoch auf die eigene Wohnung *lach*

Am 21. September ist Langschläfer Shu dann um halb 9 aus dem Bett gefallen und mega Stolz gewesen. Frühaufsteher Jessi war schon eine Stunde wach...

Ich bin dann ab nach Hause, hab ein paar Dinge gemacht und dann geschlafen. Irgendwie war ich müde xD Aber ich hatte ja auch noch etwas vor! Am Abend gab es die Abschieds- udn Geburtstagsfeier von Shuhei. Shuhei ist jemand, den wir auf dem Gasshuku kennengelert haben und Kaisei war so nett, die Email bezüglich dieses Treffens auch an uns (Nami, Erik, Annika und mich) weiterzuleiten.

Wir haben uns um 18 Uhr mitten in Tokyo getroffen und wollten eigentlich auf den Tokyo Tower. Bei Nacht sieht der sicher sehr schön aus.
Wir haben es nur nicht gemacht, denn es war Feiertag und halb Tokyo hatte die gleiche Idee wie wir gehabt! Darum ging es stattdessen Deutsch Essen dort in der Nähe. Sicherlich wegen uns drei Deutschen xD

Vorher wurde natürlich wieder ein obligatorisches Gruppenfoto gemacht.

H.v.l.n.r. Kousuke, Kaisei, Shuhei, Erik
V.v.l.n.r. Mio, Yasu, Nami, Tekkan

Danach kehrten wir in eine Kneipe ein, aßen Deutsche Würstchen, Leberkäse, Brot udn Pommes udn tranken Franzsikaner Weißbier. Einige von den hartgesottenen Jungs waren dann auch schon sehr rot... Japaner eben *lach*
Shuhei hat ein 1 Liter Bier bekommen. Dementsprechend wirkte es bei ihm. Nami und ich haben nix gemerkt. Man kommt sich da schon komisch vor, wenn Männer dir gegenüber sitzen und nach einem Bier betrunken sind, während mans selbst nach der gleichen Menge als Frau nichts merkt.

Naja.

Essen wurde typisch Japanisch geteilt. Also immer in die Mitte und jeder dann einen Klecks.

Danach ging es dann auf die Ginza und ab ins nächste Karaoke! Juchu, zwei Stunden singen. Es waren alle mit Freuden dabei xD

Danach gings ab nach Hause.